Mast- und Schotbruch!

Zu Beginn des Schuljahres ging es für die Klasse 2BKSP2 auf Studienfahrt in die Niederlande.

Mitten in der Nacht startete der Bus von der Hilde-Domin-Schule, das Ziel: Amsterdam. Dort angekommen machten sich die Schüler*innen daran, die Stadt zu erkunden. Diese zeigte sich bei strahlender Sonne im besten Licht. Nach dem gemeinsamen Besuch des Anne-Frank-Hauses musste sich die Klasse jedoch schon wieder von Amsterdam verabschieden. Mit dem Bus ging es nun weiter ins kleine Hafenstädtchen Harlingen.

Ankunft im Hafen von Harlingen, nun war es endlich so weit. Die Sybaris, ein Plattenbodenschiff aus dem 19.Jahrhundert, wartete auf ihre neue Besatzung, die Klasse 2BKSP2 mit ihren Lehrerinnen Stephanie Haspel und Lea Weber. Für die nächsten vier Tage sollten sie mit Skipper und Mat gemeinsam ins Ijsselmeer und die Waddenzee segeln. Nachdem alle ihre Kojen bezogen hatten, machte sich allgemeine Müdigkeit breit, sodass schon früh die letzten Lichter erloschen.

Nächster Morgen: Nach einem gemeinsamen Frühstück im großzügigen und gemütlichen Aufenthaltsraum der Sybaris wurde es dann ernst. Die Einweisung der Schüler*innen durch den Mat begann. Wie macht man einen richtigen Seemannsknoten? Wie funktioniert das mit dem Segel und dem Wind eigentlich? All diese Fragen wurden beantwortet und schnell war die neue Besatzung eingeweiht. Der Hafen wurde verlassen und das Segel gehisst. Erneut zeigte sich die Sonne. Wenn gerade keine Arbeiten zu verrichten waren, genossen die Schüler*innen ihre freie Zeit auf Deck. Mit Kartenspielen, Knüpfen von Armbändern aus Seemannsgarn oder mit einem Mittagssnack. Am späten Nachmittag kam die Sybaris dann am nächsten Hafen an, das Segel wurde wieder eingeholt und das Abendessen gekocht, während andere die Umgebung erkundeten.

In den nächsten Tagen hatte die Klasse nicht mehr ganz so viel Glück mit dem Wetter, die Wellen wurden spürbarer, Abenteuerfeeling machte sich breit. Der Skipper und der Mat hatten jedoch alles fest im Griff und mit den Schüler*innen hatten sie mittlerweile eine Besatzung, die nicht nur tatkräftig zupacken konnte, sondern auch wusste was sie tat.

Ein Highlight des Segeltörns war die Waddenzee. Dort ließ der Skipper die Sybaris auf einer Sandbank trockenfallen. Die Klasse konnte von Bord gehen und das Watt zu Fuß erkunden bis das Wasser wieder zurückkam. Ein einmaliges Erlebnis.

Nach vier Tagen und vielen neuen Erfahrungen war es dann Zeit, sich von der Sybaris zu verabschieden. Manchen viel dieser Abschied schwer. Andere waren froh, bald wieder in einem Bett schlafen zu können, das nicht wackelt und mehr Platz bietet. Nach einem erneuten Zwischenstopp in Amsterdam, der einen Besuch des naturwissenschaftlichen Museums Nemo und der Flugprojektion „This is Holland“ beinhaltete, ging es nun wieder zurück nach Hause.